Kometen:

 

MachholzMachholz bei den Plejaden

- 10.01.2005 um 21.27 Uhr
- EOS300D auf CAM
- mit Teleobjektiv Brennweite ca. 90 mm
- ISO 400, 260 s Belichtungszeit

leider ist der Schweif kaum erkennbar,
längere Belichtungszeiten waren aber wegen
starkem Wind nicht möglich

 

 

 

 

INFO:  (Quelle: www.astrolabium.net übersetzt von Frank Erhardt)
Die Wolke ist die büschelartige Atmosphäre des Kometen oder, wie die Astronomen sagen, sein "Koma."
Mit einem Durchmesser von mehr als 450.000 Kilometern ist das Koma mindestens 3 Mal breiter als Jupiter. Der Komet selber ist winzig. Kometen sind grundsätzlich gesehen Asteroiden, die aus staubigem, dreckigen Eis bestehen, und dieser ist wahrscheinlich nur einige Kilometer breit, ein winziger Klumpen, versteckt tief in seiner eigenen Atmosphäre.
Astronomen beobachten die Annäherung des Kometen Machholz, seit der Amateur-Kometenjäger Don Machholz ihn im August 2004 entdeckt hat. Im Januar kam er der Erde am nächsten, mit einer Entfernung von 52 Millionen Kilometern (0.35 AU). Dies ist nicht sehr nah, weshalb der Komet Machholz aussieht wie ein schwaches Wollknäul und nicht, wie ein atemberaubender großer Komet.
Ein Schweif ist der Schweif aus ionisierter Materie. Er besteht aus elektrisch geladenen Atomen und Molekülen (Ionen), die der Sonnenwind vom Koma wegtreibt. Dieser Schweif zeigt weg von der Sonne.
Böhen des Sonnenwindes können dafür sorgen, dass der Materie-Schweif vor und zurück schwingt, und dabei schnörkelige, temporäre Knoten bildet. Amateurastronomen haben dies in den vergangenen Wochen gesehen.
Der andere Schweif ist der Staub-Schweif. Kometenstaub ist schwerer als Gas. Er wiedersteht dem Druck des Sonnenwinds und schlendert hinter dem Kometen her, wobei er seinem Orbit folgt.
Böhen vom Sonnenwind haben kaum einen Einfluss auf den Staub-Schweif.
Alles was Sie sehen, wenn Sie sich den Kometen Machholz anschauen -- sein riesiges Koma und seine langen Schweife -- stammt vom vereisten, asteroiden-großen "Klumpen" in der Mitte. Astronomen nennen dies "den Kern." Wenn Sonnenlicht auf den Kern trifft, verdampft das brüchige Eis und wirft Jets aus Gas und Staub ins All hinaus. Diese Jets versorgen das Koma und liefern das Rohmaterial für die Schweife.